05.10.2020 Fabian Roschig

Warum “schnelles Scheitern” nicht mehr in Mode ist.

Innovationseffizienz und vom Start weg relevantere Kundenprobleme zu finden scheint der “neueste Trend”.

Mehr Druck, mehr Opportunities, weniger Budget.

Corona erhöht nun endgültig, drastisch und nachhaltig den Druck innovativ zu sein.

90% der Führungskräfte glauben, dass COVID-19 entscheidend die Art verändert, wie sie in den nächsten 5 Jahren Ihr Business betreiben.*

85% der Führungskräfte sind besorgt, dass COVID-19 einen langfristigen Einfluss auf die Kundenbedürfnisse in den nächsten 5 Jahren haben wird.*

84% der Deutschen Führungskräfte sagen, dass die Zukunft Ihres Businesses in der Innovation liegt.**

3/4 der Internationalen Führungskräfte glauben, dass COVID-19 große Wachstumschancen mit sich bringt.**

Der Druck ist für (fast) alle Führungskräfte spürbar und das Verständnis, das Innovation ein kritischer Faktor für Wachstum nach der Krise darstellt, ebenfalls.

Auf der anderen Seite schränkt COVID-19 den Cash Flow und als Konsequenz auch die Innovationsbudgets erheblich ein. Der externe Druck, der vorher eventuell zu Aktionismus geführt hätte, führt durch die geringen Budgets nun zur einer peniblen Auswahl in welche Innovationsinitiativen jeder €/$ gesteckt werden soll, um Kosten und Aufwände gering zu halten und trotzdem maximalem Output und ROIs zu liefern.

Die Risikoscheue von Großunternehmen wurde durch Covid-19 noch einmal auf ein neues Level gehoben.

Als eine der größten Europäischen Industrien, lässt sich Frankreich als valider Indikator ansehen:

64% der großen Französischen Firmen verringern ihre Innovationsbudgets erheblich.***

71% dieser Unternehmen sagten, dass der Return on Investment nun als Hauptmerkmal von Innovationsinitiativen unter genauerem Augenmerk stehe. ***

Die Zeiten, in denen Schrotflinten blind abgefeuert wurden, scheint nun also zu Ende. Zahlreiche “Lösungsansätze”, die verzweifelt ein Problem suchten (AKA “Innovation Theatre”), produzierten hohen Kosten, große Ungenauigkeit und waren oft ineffektiv, kommerziell nutzbare Produkte und Services hervorzubringen.

Zusammengefasst ist das Zukunftsbild von Innovation nun

  • ein strategischer Imperativ für zukünftiges Wachstum.
  • basierend auf neuem Konsumentenverhalten.
  • effizienter.

Wie gehen wir es nun an?

Wie man effizienter Innovation vorantreiben kann.

Wie in dem Post (Ideas don’t matter. Problems do.) beschrieben, sind fehlenden Ideen selten das Problem in einem großen Unternehmen. Im Gegenteil. Mehr Ideen zu produzieren macht das Problem meistens eher schlimmer.

Wenn man nach einer Nadel im Heuhaufen sucht, ist selten der beste Ansatz mehr Heu auf den Haufen zu werfen.

Wie können wir also Probleme priorisieren und die Intensität von Kundenproblemen quantifizieren um zu wissen, wie unsere Lösung diese bestmöglich adressiert?

Das Problem des Problemlösens ist zu wissen, welches der Probleme sich zu lösen lohnt.

Wir können nur mit Präzision vorhersagen, welches Produkt vom Markt angenommen wird wenn wir wissen

  • wie der Kunde für sich Mehrwert bemisst. Ist es ein funktioneller Mehrwert des Produktes (Features, weniger Abweichung bei der Nutzung, geringere Fehlerrate o.ä.)? Ein finanzieller Aspekt (z.B. günstiger)? Ein sozialer (wie will ich bei der Nutzung von anderen wahrgenommen werden)? Oder doch ein emotionaler Aspekt (Wie möchte ich mich bei der Nutzung fühlen)?
  • welche Art von Fortschritt der Kunde erzielen möchte, wenn er die Produkte und Services nutzt. Mehr dazu im bekannten Milchshake Beispiel.
  • wie man Kundenprobleme priorisieren priorisieren kann. Was ist ihm/ihr wichtig, aber stand heute durch bereits existierende Alternativen nicht ausreichend bedient?

Um faktenbasierte Entscheidungen zu treffen, können wir beispielsweise folgende Gleichung nutzen:

Wert der Opportunity= (Anzahl der Zielkonsumenten x Frequenz von Kauf oder Nutzen x € Bereitschaft für die aktuelle Lösung zu zahlen) / Zufriedenheitslevel mit der aktuellen Lösungsalternative

Zusammenfassung

Innovation =

  • ein strategischer Imperativ für zukünftiges Wachstum.
  • basierend auf neuem Konsumentenverhalten.
  • effizienter.

Um effizienter Innovationsinitiativen durchzuführen bedarf es nicht mehr Ideen, sondern mehr Fokus auf besser definierte Kundenprobleme und mehr Ressourcen für systematische und wiederholbare Prozesse, um differenzierte Dimensionen von Kundenbedürfnissen zu erheben, zu verstehen wie der Kunde Mehrwert bemisst um so final zielgenauer diese Bedürfnisse mit unseren Lösungen zu adressieren.

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Quellen

Weiterführende Artikel

Why fail fast is a terrible business philosophy

Falls Sie mehr über die zur Grunde gelegte Theorie erfahren wollen, lesen Sie hier mehr zur Jobs-to-be-done theory.


Warum “schnelles Scheitern” nicht mehr in Mode ist. was originally published in BeyondFortune on Medium, where people are continuing the conversation by highlighting and responding to this story.

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